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Die Liste: 7 Neins und ein großes Ja

Endlich ist es so weit: Das Thermometer hat die 30-Grad-Marke geknackt, die Sonne scheint und die Abende sind lang. Allenthalben ist es jetzt Zeit für kühlen Weißwein, Aperol Spritz oder knackekaltes Bier. Allenthalben - bloß bei mir nicht. Und da auch die besten Freunde nun einmal nicht perfekt sind, sehe ich mich in diesem Kontext immer mal wieder der "Warum denn nicht?"-Diskussion ausgesetzt. Einerseits habe ich oft das Gefühl, dass diese Diskussion dem jeweils anderen viel ärger zusetzt als mir selber. Andererseits gehört dazu, jedenfalls bei den engeren Freunden, irgendwann eben auch der Punkt, an dem ich mehr oder weniger deutlich betone, dass ich das Trinken nicht im Griff habe wenn ich trinke. Und also deshlab nicht trinke. Darauf antwortet mein Gegenüber, irgendwo zwischen peinlich berührt und dem Bestreben, mir gut zuzureden oder mich vor einer gefühlten Demütigung zu bewahren: "Aber Du bist doch kein Alkoholiker!" Now we're talking. Ich also: "...

7 mehr oder weniger elegante Möglichkeiten, "Nein, danke" zu sagen

Es kommt der Tag, wahrscheinlich eher früher als später, an dem Du in einer Situation bist, in der Du mit anderen zusammen bist, die etwas trinken. Alkohol ist komplett sozialisiert, viel besser als Cola oder Mineralwasser, und daher nennt man solche Situationen heute neudeutsch "social life". Wahrscheinlich werden Menschen Dir Alkohol anbieten. Oder Dich fragen, was Du trinkst, und spätestens beim zweiten "Wasser" die Augenbrauen hochziehen. Leider ist es mit einem schlichten "Nein, danke" sehr oft eben nicht getan, sondern es besteht ein gewisser, nun ja, Erklärungsbedarf. Das ist absurd, schließlich wird auch niemand, der eine Zigarette mit "Nein danke, ich rauche nicht" ablehnt, dazu genauer interviewt. Tatsächlich ist es genau dieser Moment, vor dem sehr viele Menschen, die problematisch trinken, so viel Angst haben, dass sie erst gar nicht versuchen, aufzuhören. Was also kannst Du tun oder sagen, um diese Klippe zu umschiffen? Ich habe in...

50 Tage

Heute sind es 50 Tage, in denen ich keinen Alkohol getrunken habe. Sieben Wochen also, das ist ein bisschen länger als die Fastenzeit, die zumindest viele Kölner traditionell zur Entgiftung nach dem Karnevalsexzess nutzen. 50 Tage - ist das jetzt wirklich so ein großes Ding? Ja und nein. Ja, denn es geht mir zunächst einmal vor allem körperlich ein ganzes Eckchen besser. In meinem speziellen Fall heißt nicht mehr trinken nämlich außerdem auch nicht mehr rauchen, denn ich war Hardcore-Alko-Raucherin: Ich rauchte eigentlich nur zum Glas, ohne schmeckt es mir irgendwie nicht. (Nicht mehr, denn ich habe locker zehn Jahre ganz regulär geraucht, so 15 bis 20 Zigaretten am Tag; aber dann kam Sport und das ging irgendwie nicht zusammen - und außerdem durfte man irgendwann auch nirgends mehr rauchen.) Aber dann richtig. Nicht ein, zwei geschnorrte - an Partyabenden (das konnte im Zweifelsfall aber auch ein Abend am Telefon sein) war es dann schnell eine ganze Packung. Plus geschwänztes Abe...